DIE IDEE DER REISE
Wandern bedeutet, auf den eigenen Körper und alles um sich herum zu hören. Es bedeutet aber auch, innezuhalten, zu staunen und sich der Natur zu öffnen.
Wandern bedeutet, unterwegs auf einem Pfad oder in einem Dorf anderen Menschen zu begegnen. Diese Begegnungen verleihen der Entdeckung eines Landes eine menschliche Dimension.
Um die Chartreuse zu verstehen und besser kennenzulernen, sollten Sie ihre zahlreichen Besonderheiten kennen. Diesen kulturellen Aspekt des Wanderns wird Ihr Wanderführer mit Ihnen teilen. Mehrere Tage lang sind Sie in einer Gruppe unterwegs, deren Mitglieder die gemeinsame Leidenschaft für die Natur und den Wunsch verbindet, ein Gebirgsmassiv zu entdecken. Auf dieser Wanderreise erleben Sie besondere gemeinsame Momente und begegnen Ihren Mitreisenden mit Offenheit, Geselligkeit und Hilfsbereitschaft.
TIPPS FÜR DAS FÜHREN EINES ESELS AUF EINER WANDERUNG
Während der gesamten Strecke führen Sie den Esel am Führstrick. Gehen Sie vorne, die anderen hinter Ihnen; bei Bedarf schwenken Sie einen kleinen Zweig. Einen Esel treibt man an, man zieht ihn niemals.
Packen: Gehen Sie von vorn auf den Esel zu und sprechen Sie mit ihm. Überraschen Sie ihn nicht mit ruckartigen Bewegungen oder Rufen. Striegeln und bürsten Sie ihn gründlich, besonders an den Stellen, auf denen der Packsattel aufliegt, und dort, wo die Gurte verlaufen … Legen Sie die saubere Decke vor die vorgesehene Stelle und schieben Sie sie mit dem Strich bis an die richtige Position. Legen Sie den Packsattel richtig herum auf die Vertiefung an der Schulter, hinter den Widerrist. Er wird ausschließlich durch den Bauchgurt gehalten, der unter dem Bauch hindurch hinter den Vorderbeinen über dem Brustbein verläuft und dort festgezogen wird. Er darf nicht auf den Rippen liegen, da der Esel sonst nicht frei atmen kann. Ziehen Sie den Gurt ein letztes Mal fest und achten Sie darauf, dass er nicht verdreht ist. Lassen Sie den Esel sich an den Packsattel gewöhnen und ziehen Sie den Gurt anschließend fest nach. Die übrigen Gurte werden nur passend eingestellt. Sie verhindern, dass der Packsattel bergauf oder bergab nach vorn oder hinten rutscht.
Wie läuft eine Wanderung mit einem Esel ab?
An erster Stelle steht das Vergnügen. Der Esel ist weit mehr als ein Lastenträger: Er ist Ihr Reisebegleiter. Wer nur deshalb einen Esel mitnehmen möchte, weil er keine Lust mehr hat, seinen Rucksack zu tragen, sollte sich für eine andere Trageoption entscheiden. Während Ihrer gesamten Reise freut sich der Esel über Streicheleinheiten und Zuwendung und zeigt Ihnen seine Zuneigung auf seine Weise. Sie werden schnell merken, wie sich eine Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Esel entwickelt. Kinder sind meist schon beim ersten Kontakt begeistert. Mit seinem verspielten, komödiantischen Wesen wird der Esel Sie zudem mit seinem Sinn für Humor unterhalten. Er bringt Menschen ins Gespräch und öffnet Ihnen Türen. Kurz gesagt: Er verleiht Ihrer Wanderung eine besondere Seele.
An zweiter Stelle steht das Tempo. Auch dazu kursieren viele Irrtümer.
Zur Erinnerung: Ein Esel geht trittsicher mit 3-4km/h. Wenn Sie sportliche Leistungen und Geschwindigkeitsrekorde erzielen möchten, sollten Sie nicht mit einem Esel aufbrechen! Gerade dieses Tempo macht den Reiz einer Wanderung mit einem Esel aus: Es ist langsam und gleichmäßig. So können Sie die Wanderung, die Landschaft, die Tier- und Pflanzenwelt genießen … Eine gute Gelegenheit, durchzuatmen und sich Zeit zu lassen. Und vor allem ist dieses Tempo ideal für Kinder!